23. Juni 2010
2 Kommentare
Die Sozialdemokraten in Langen sehen keine Probleme bei der Durchführung der Elternbefragung zur Bildung einer integrierten Gesamtschule (IGS) in Dorum. „Es ist doch erstaunlich, dass die CDU, die sich für freien Elternwillen einsetzt, sich derart gegen eine Befragung sträubt“, findet Gunnar Böltes, Vorsitzender der SPD Langen.
„Man hat wohl Angst vor dem Ergebnis“, vermutet die
Fraktionsvorsitzende Christine Sturmheit mit Blick auf den sinkenden Anmeldungen an Hauptschulen. „Das die CDU polemisch versucht, die IGS als Einheitsschule zu diffamieren“, sei nichts Neues berichtet Böltes, aber das man nun zu verhindern versuche, die Meinung der Eltern einzufangen, sei bedenklich. Schließlich gehe es zunächst darum, abzufragen, ob auch Langener Eltern ihre Kinder an die möglicherweise geschaffenen IGS in Dorum schicken würden. Für Böltes und Sturmheit stellt die Integrative Gesamtschule nur eine weitere Option bei der Schulwahl dar – es gehe mitnichten darum, das gesamte Schulsystem umzuwerfen. „Auch wenn uns das die Gegner gemeinsamen Lernens gerne vorwerfen“, erklärt Böltes. Zudem seien Integrative Gesamtschulen sehr erfolgreiche Schulen, allen Unkenrufen zum Trotz, betont auch Sturmheit. Nur in Deutschland würden die Kinder so früh in Schubladen gesteckt. Und wenn man die Zahlen betrachten, wie viele Kinder aus dem Landkreis Cuxhaven in andere Landkreise an Gesamtschulen gehen – „diese Zahlen belegen deutlich, dass es den Bedarf gibt.“ Sich gegen den Willen der Eltern und Schüler, also der Betroffene, zu stellen, sei kein guter Ansatz um verantwortungsvolle Politik zu gestalten, meint Böltes, der darum bittet, doch erst die Ergebnisse der Befragung abzuwarten, bevor man neue Ideen verteufele. „Die Eltern sind mündig und haben ein Recht auf ihre Meinung – sie sollten sich die Teilnahme an der Befragung nicht vermiesen lassen“, fordert Böltes. „Denn genauso funktioniert Demokratie - mit der Bevölkerung und nicht gegen sie“, ergänzt Sturmheit.
2 Kommentare zu Elternbefragung ist ein zulässiges Mittel – SPD Langen steht hinter der Befragung
Gunnar Böltes
1
am 05. August 2010 um 07:30 Uhr
Eine Gesammtschule in Dorum wäre ein zusätzliches Angebot für die Schüler/innen im Landkreis Cuxhaven.
Wenn Eltern ihre Kinder nach der vierten Klasse an einem Gymnasium, bzw. einer Haupt- oder Realschule beschulen lassen möchten, ist das kein Problem.
Der Landkreis Cuxhaven als Schulträger hält entsprechende Schulen vor.
An einer IGS in Dorum könnten die gängigen Abschlüsse im Land Wursten abgelegt werden. Aktuell müssen die Kinder ab der fünften Klasse mit Bus & Bahn nach Bremerhaven fahren, wenn sie die Hochschulreife anstreben.
Freundliche Grüße!
Gunnar Böltes
Peter Schwarzmüller - www.blogbildung.net
2
am 04. August 2010 um 19:57 Uhr
Sie schreiben:
"Für Böltes und Sturmheit stellt die Integrative Gesamtschule nur eine weitere Option bei der Schulwahl dar – es gehe mitnichten darum, das gesamte Schulsystem umzuwerfen."
In Dorum soll aber keine IGS zusätzlich zu den dort vorhandenen Schulen gegründet werden. In Dorum geht es um die Abschaffung des gegliederten Schulsystems. Die Alternative ist dann ein Gesamtschul- Experiment, dessen Erfolg bisher (entgegen aller Behauptungen der SPD, GEW usw.) nicht nachgewiesen werden konnte...
Mit freundlichen Grüßen
Peter Schwarzmüller
www.blogbildung.net
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